BarbaraQuer

Begleitetes Malen

„Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass das Gehirn nach  eigenen inneren Kriterien die Wahrnehmungswelt ständig neu reorganisieren kann. Dazu braucht das Gehirn gerichtete Aufmerksamkeit. Gerichtete Aufmerksamkeit bewirkt, dass Änderungen im Erregungsmuster der neuronalen Aktivität stattfinden. Das gesamte Denken, Vorstellen und Fühlen ist an der visuellen Wahrnehmung mitbeteiligt. Deshalb ist eine visuelle Tätigkeit, die gerichtete Aufmerksamkeit erfordert, wie das Begleitete Malen, optimal geeignet, eine ganzheitliche Reorganisation zu bewirken.“ (Bettina Egger)


Das Begleitete Malen ist inspiriert vom Malort Arno Sterns. Arno Stern entwarf den Malort als einen Ort mit klaren Regeln und Strukturen, der den Malenden die freie Entfaltung einer universalen menschlichen Formsprache ermöglicht. Dr. phil. Bettina Egger (Zürich) war Schülerin Arno Sterns. Aus ihrer eigenen praktischen Erfahrung heraus entwickelte sie Hilfestellungen und Interventionen, die Erwachsenen das Eintauchen in den kreativen Prozess möglich machen und die Wirksamkeit gemalter Bilder unterstützen.

Wirkung des Begleiteten Malens

Das Begleitete Malen wirkt, indem es das völlige Eintauchen in den Malprozess ermöglicht. Bilder werden hier nicht bewertet, erklärt oder gedeutet. Die Malbegleiterin hilft bei Startschwierigkeiten, technischen Fragen und Blockaden.
Die dadurch geförderte Vertiefung ins Malgeschehen wirkt entspannend und entlastend, da es Hirnareale aktiviert, die oft im normalen Alltag nicht angesprochen werden. Das aus der Intuition heraus gemalte Bild kann die Malenden berühren, überraschen, sich im Prozess verändern, konfrontieren, etwas Unerwartetes und Ungeplantes offenbaren, das verbal vorher nicht zugänglich war. Das Malen ermutigt so dazu, den eigenen Handlungsspielraum zu erweitern und fördert bei Kindern wie Erwachsenen Konzentrationsfähigkeit, Selbstvertrauen und Intuition.